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Eine Waldgeschichte
von
Hugo Walther
Mark und Sabine
waren sehr gute Freunde,
denn sie waren Nachbarn
und lebten
in einer Kleinstadt
im südlichen Teil Deutschlands.
Die Sommerferien näherten sich
und sie wussten einfach nicht,
wie sie die Ferien verbringen sollten,
denn ihre Eltern waren gezwungen
ihre Arbeit auszuführen.
Zum Glück rief ein Förster.
den sie beide lange gekannt hatten.
Er fragte ihnen,
ob sie Lust hätten,
ihre Ferien im Walde zu verbringen.
Er sagte, dass er Platz genug hätte,
und dass junge Leute immer willkommen waren.
Das war wirklich ein Glück,
denn Ferien ohne etwas zu tun
waren schrecklich.
Die meisten Kameraden waren schon abgereist
Nach Mallorca oder Griechenland
oder sogar Afrika.
Zwei Tage später waren sie unterwegs
mit Zug und Bus in einer Landschaft,
die sie nicht kannten.
Sie freuten sich aber,
den Förster zu besuchen,
denn er war ein spannender Mann,
der immer eine gute Geschichte
erzählen konnte.
Zwei Stunden später
sassen sie am Tisch im Försterhaus,
wo seine Frau ein gutes Mittagsessen servierte.
Knut, der Förster, sprach und sprach,
und seine Frau sagte:
„So ist er immer gewesen,
wenn wir Gäste haben.
Wenn wir allein sind
sagt er überhaupt nichts."
„Weil du die ganze Zeit sprichst,"
sagte Knut.
„Sie ist eine kluge Frau, die alles weisst,
und sie spricht immer über die Männer,
die sich so schlecht benehmen,
dass es ein Skandal ist."
Es war ein spannender Tag.
Knut nahm sie mit in den Wald,
und er erzählte alles,
was er über dem Wald wusste.
Als Förster hatte er aber ein Problem.
Im Wald war ein Wilddieb,
der so viele Tiere geschossen hatte,
dass der Förster beschlossen hatte,
den Wilddieb zu finden.
Er war wütend,
denn er liebte die Tiere seines Waldes.
Eigentlich meinte er,
dass Jagd verboten sein sollte.
„Die Natur kann sich selbst regulieren.
Wenn die Menschen sich einmischen,
geht alles schief.
Der Mensch wurde auf die Erde geschickt,
um die Natur zu beschützen."
Mark hatte aber eine Frage:
„Wer hat den Mensch hierher geschickt?
Und warum?"
„Gute Frage.
Niemand weisst es aber.
Trotzdem: wir sind hier,
und wir müssen das Leben
aller Arten beschützen.
Ich will die Tiere und die Bäume beschützen.
Das ist meine Arbeit."
Die Kinder gingen zu Bett
und waren tief eingeschlafen,
wenn sie plötzlich einen Schuss hörten.
„Das ist der Wilddieb," sagte Mark.
„Lass uns den Förster rufen."
Er war aber schon wach und stand bereit
mit Hund und Jagdgewehr.
Er sah sehr wütend aus,
und er rief:
„Dieser Teufel!!! Ich erschiesse ihn!
Komm, wir gehen.
Ihr sollt aber ganz leise sein.
Der Hund wird ihn finden, und dann ----."
Die drei Menschen gingen leise in den Wald,
und der Hund lief herum,
um Spuren zu finden.
Mark und Sabine waren ganz nervös
und wollten eigentlich lieber zurück.
Das konnte aber nicht gehen,
denn plötzlich kam der Hund,
und es war deutlich,
dass er etwas gefunden hat.
Alle drei folgten dem Hund,
und sie hatten Glück.
Im Gebüsch fanden sie den Wilddieb.
Er war in Ohnmacht gefallen,
und sein Gewehr war noch warm.
„Gut," sagte der Förster.
„Endlich habe ich ihn!
Geht nach Hause und ruft die Polizei.
Du meiner Güte, wie glücklich ich bin!
Nach allen diesen Jahren habe ich ihn.
Endlich!!!"
Die zwei Kinder liefen nach dem Försterhaus.
Die Polizei war schon da,
und der Wilddieb wurde in das Auto gezwungen.
Das Leben ist trotzdem
Gerechtigkeit!
Eine Waldgeschichte
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